"Die Dreigroschenoper"

weitere Vorstellungen: 2012 in Göttingen

von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

Eifersuchtsduett: Lucy (A. Schreiber) versus Polly (K. Heyer)
Eifersuchtsduett: Lucy (A. Schreiber) versus Polly (K. Heyer)

Das Betteln ist ein traditionelles Gewerbe, dessen Definition neuerdings umstritten ist. Milde Gabe oder bares Einkommen?

Sei’s drum, Familie Peachum lebt gut davon, und schließlich ist es ein ehrliches Geschäft. Die Peachums sind rechtschaffene Leute, weshalb es ein Skandal ist, daß ihre Tochter Polly sich heimlich dem Gangsterkönig Macheath, genannt Mackie Messer, zur Frau gibt. Ab jetzt ist Krieg in Londons Halb- und Unterwelt. Macheath sieht sich verkauft und verraten, und selbst im Knast lassen ihm die Frauen keine Ruhe. Er flieht, wird wieder von den Huren denunziert und hat schon den Hals in der Schlinge, da sieht er sich begnadigt und in den Adelsstand erhoben. Der Staat schützt das Verbrechen, die kleinen Leute sind arm dran.

Inspiriert durch John Gay’s BEGGARS OPERA aus dem London des 18. Jahrhunderts schrieb Bertolt Brecht 1928 die DREIGROSCHENOPER zur Wiedereröffnung des Berliner Theaters am Schiffbauerdamm. Kurt Weil schrieb dazu einen kongenialen Mix aus Moritat, Jazz, Tango und Blues. Die Uraufführung gilt als einer der größten Erfolge der Theatergeschichte.

Inszenierung:Mark Zurmühle
Musikalische Leitung:Hans Kaul
Bühnenbild:Eleonore Bircher
Kostüme: Ilka Kops
mit: Jan Pröhl, Johannes Granzer,  Andrea Strube, Katharina Heyer, Ronny Thalmeyer, Anja Schreiber, Gaby Dey, Andreas Jeßing, Wojo van Brouwer, Gerrit Neuhaus, Peter Füllgrabe, Aaron Bircher
Posaune:Daniel Zeinoun / Detlef Landeck
Altsaxophon/Klarinette: Thomas Zander / Anton Säckl
Trompete: Thomas Müller
Stimmbildung und Einstudierung: Annette Jahr
Violine: Anne-Sophie Mundt / Henning Vater / Iris Borowski
Cello: Frank Scheller / Lucile Chaubard
Gitarre: Jürgen Ufer / Fred Kerkmann
Piano: Hans Kaul
Bass: Rolf Denecke
Schlagzeug: Manfred von der Emde / Sven von Samson