West Side Story

weitere Vorstellungen: 28., 30.September

nach einer Idee von Jerome Robbins / Arthur Laurents (Buch) / Leonard Bernstein (Musik) / Stephen Sondheim (Gesangstexte)

54 Jahre nach der Uraufführung der WEST SIDE STORY am Broadway ist die Geschichte von Maria und Tony beinahe so berühmt wie Shakespeares ROMEO UND JULIA, jenem Theaterstück, auf dem das Musical thematisch basiert. 1949 trat der Choreograph Jerome Robbins zum ersten Mal mit der Idee einer modernen Version des Shakespeare-Klassikers an Leonard Bernstein heran: die tragische
Liebesgeschichte, erzählt vor dem Hintergrund zweier New Yorker Familien unterschiedlicher Religion. Doch in den 1950er Jahren rückte ein ganz anderes Thema in den Blickpunkt der New Yorker Bevölkerung, dessen Aktualität für das Romeo-Julia-Vorhaben viel besser geeignet zu sein schien: die Auseinandersetzungen rivalisierender Jugendgangs aus verschiedenen Einwanderergruppen. Diese Idee gibt inhaltlich und musikalisch den entscheidenden Ausschlag und so erreichen die amerikanischen Einwanderungskonflikte durch die WEST SIDE STORY [1], mit der darin verhandelten Feindschaft zwischen den Jets, selbsternannten »Amerikanern«, und den Sharks, Immigranten aus Puerto Rico [2], die Theaterbühne. Die rebellische und junge Atmosphäre dieser Story durchzieht das ganze Stück und so setzte die Uraufführung 1957 [3] musikalisch, choreographisch und textlich Maßstäbe in der Zusammenführung von klassischen und modernen Elementen und spiegelt beispielhaft eine Gesellschaft wieder, die geprägt ist von vielfältigen kulturellen Strömungen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die städtische Situation des Fünfziger-Jahre-New Yorks eine globale geworden. Weltweit leben wir in Gesellschaften, deren Selbstverständnis durch das wechselnde Nebeneinander unterschiedlicher Werte und Kulturen immer wieder neu definiert werden muss. Auf die Hoffnungen und Enttäuschungen solcher Gemeinschaften, auf die Utopie, die durchaus in ihnen liegen kann, will die DT-Inszenierung der WEST SIDE STORY ihren Fokus legen.

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[1] Der Arbeitstitel des Werkes trug den Titel EAST SIDE STORY. Mit der neuen Thematik der Einwandererkonflikte wird das Werk 1955 in WEST SIDE STORY umbenannt, da der Brennpunkt der damaligen Auseinandersetzungen im westlichen Teil von Manhattan lag.
[2] Die karibische Insel Puerto Rico liegt östlich der Dominikanischen Republik und westlich der
britischen Jungferninseln. Seit 1951 ist Puerto Rico ein autonomer Bundesstaat der USA.
[3] Die Uraufführung fand am 26. September 1957 im Winter Garden Theatre in New York statt.

 

Inszenierung > Mark Zurmühle Musikalische Leitung > Albrecht Ziepert Bühnenbild > Eleonore Bircher Kostüme > Ilka Kops Dramaturgie > Winnie Karnofka Musikalische Einstudierung; Stimmbildung > Annette Jahr
  • Besetzung
RIFF > Michael Meichßner TONY > Wojo van Brouwer ACTION > Paul Enke BABY JOHN > Aaron Bircher A-RAB > Florian Heinke DIESEL > Sebastian Wartini BIG DEAL > Wolfgang Buchner MOUTHPIECE > Oleksandr Zadachyn PEPE > Tobias Wozniak GEE-TAR > Deodatt Persaud ANYBODYS > Michèle Müller VELMA > Mirjam Rauch GRAZIELLA > Dinah Faull-Stehen CLARICE > Olena Steshenko JACQUELINE > Hanna Semm BERNARDO > Alois Reinhardt CHINO > Challenge Gumbodete NIBBLES > Dario Gödecke ANXIOUS > Jhomar Besmens INDIO > Johny Pham MARIA > Sarah Schermuly ANITA > Nadine Nollau ROSALIA > Marie-Kristien Heger CONSUELA > Anja Schreiber MARGUERITA > Susanna Horn ESTELLA > Verena Piwonka FRANCISCA > Jane-Lynn Steinbrunn DOC/ KRUPKE > Gerd Zinck SCHRANK > Lutz Gebhardt SNOWBOY > Nikolaos Fragkou